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Rublev und Auger-Aliassime kämpfen sich ins Halbfinale – Justin Engel scheidet im Doppel aus – Pütz verletzt
Das Hamburger Schmuddelwetter hatte den schönsten Centre Court der Republik am Donnerstag fest im Griff. Regen, Sonne, Hagel – und das bei kühlen Temperaturen. Den Zuschauern...
22 Mai 2025
Das Hamburger Schmuddelwetter hatte den schönsten Centre Court der Republik am Donnerstag fest im Griff. Regen, Sonne, Hagel – und das bei kühlen Temperaturen. Den Zuschauern wurde wirkllich alles geboten. Die Profis kamen damit aber gut zurecht. “Das ist in Deutschland nun mal so. Mal scheint die Sonne, mal regnet es”, gab sich Topfavorit Andrey Rublev davon unbeeindruckt. Der an drei gesetzte Rechtshänder lieferte sich im Viertelfinale der Bitpanda Hamburg Open bei geschlossenem Dach einen intensiven Fight mit Luciano Darderi aus Italien – und zog nach dem 6:1, 3:6 und 6:3 ins Halbfinale am Rothenbaum ein. “Es sind genau diese Matches, die ich gebraucht habe und die mir helfen, mein Selbstvertrauen wieder aufzubauen”, ergänzte der 27-Jährige, der sich zuletzt in schwankender Form befunden hatte.
Wie Rublev so steht auch Tomas Martin Etcheverry im Halbfinale von Hamburg. Im ersten Match des Tages spielte sich der Argentinier bei geschlossenem Dach mit einem souveränen 7:5, 6:3-Erfolg über Jiri Lehečka in die Runde der letzten Vier. Auch das zweite Match des Tages verlief letztlich deutlich: Zwar musste sich Flavio Cobolli den ersten Satz noch im Tiebreak erkämpfen, doch anschließend dominierte der 23-jährige Italiener das Geschehen klar und setzte sich mit 7:6(4) und 6:0 souverän gegen Roberto Bautista Agut aus Spanien durch.
Die bemerkenswerte Rothenbaum-Reise von Toptalent Justin Engel fand am Donnerstag ihr Ende: Der 17-Jährige, der im Einzel nur knapp an Rublev gescheitert war, musste mit seinem Doppel-Partner Max Hans Rehberg eine deutliche 1:6, 2:6-Niederlage gegen die Topgesetzten Harri Heliovaara und und Henry Patten auf Court M1 hinnehmen. Eine Hiobsbotschaft erreichte die Hamburger Tennis-Fans am Nachmittag: Das Titelverteidiger-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz musste wegen einer Verletzung von Pütz zurückziehen. Der Frankfurter hatte sich am Vortag bei einem Sturz an der Hand verletzt.
Am Abend stieg dann das Match des Tages. Bei immer kühler werdenden Temperaturen duellierten sich Zverev-Bezwinger Alexandre Müller und der an sechs gesetzte Félix Auger-Aliassime aus Kanada. Es war ein echter Thriller, der erst um kurz vor halb zehn zu Ende ging. Das Match wog hin und her. Zunächst sah es so aus, als würde der Kanadier nur zwei Sätze brauchen, im Tiebreak des zweiten Satzes hatte er schon Matchbälle, aber Müller, der schon gegen Zverev Comeback-Qualitäten gezeigt hatte, kam doch noch zurück und zwang seinen Gegner in den entscheidenden Satz. Dort hatte dann wieder Auger-Aliassime das bessere Ende für sich. Nach zwei Stunden und 58 Minuten hieß es am Ende eines packenden Matches 7:6, 6:7 und 6:3.
Am Freitag kommt es nun zu den Halbfinal-Partien am Rothenbaum: Im ersten Match trifft Etcheverry auf Cobolli, danach kommt es zum Top-Duell zwischen den beiden Gesetzten Auger-Aliassime und Rublev.