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Ladies Day am Rothenbaum – Tennis, Talks und Top-Stimmung
Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung begrüßten die Bitpanda Hamburg Open am Dienstag zahlreiche tennisbegeisterte Frauen zum diesjährigen Ladies Day. Ein...
20 Mai 2025
Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung begrüßten die Bitpanda Hamburg Open am Dienstag zahlreiche tennisbegeisterte Frauen zum diesjährigen Ladies Day.
Ein Highlight des Tages war abseits des Spitzentennis der Talk & Toast auf der Fan Stage. Bitpanda Hamburg Open Moderatorin Caro Deecke, sprach mit vier herausragenden Athletinnen über ihre Erfahrungen als Frauen im Leistungssport. Offen, persönlich und nahbar berichteten sie von ihren Wegen, ihren Kämpfen – und von dem, was sich ändern muss.
Lise Petersen begann ihre sportliche Laufbahn zunächst mit Handball, wechselte dann zur Leichtathletik und schrieb bereits mit 15 Jahren Geschichte: Sie gewann Gold bei den U17-Weltmeisterschaften im Speerwurf und war seither unter anderem Teil der Paralympischen Spiele 2020 sowie der Weltmeisterschaften 2023.
Leonie Körtzinger fand über den Hallenvolleyball früh ihre Leidenschaft für den Sand. Bereits als Jugendliche wurde sie U19-Vizemeisterin im Beachvolleyball und feierte 2019 bei der Heim-WM am Rothenbaum einen ihrer bislang größten Auftritte. Später stand sie unter anderem mit Olympiasiegerin Laura Ludwig gemeinsam auf dem Feld.
Anne Schröder spielte viele Jahre für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft und den Club an der Alster. 2016 gewann sie mit dem Team Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio, bei den Spielen 2024 in Paris erreichte sie mit der Auswahl den dritten Platz in der Vorrunde.
Louise Wieland ist auf den Sprintstrecken über 100 und 200 Meter aktiv. Sie gewann mehrfach Medaillen bei deutschen Meisterschaften in der Halle und sicherte sich mit der Staffel bei den World Relays auf den Bahamas einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Paris 2024.
Im Talk wurde schnell deutlich: Leistung allein reicht für Frauen im Sport oft nicht aus. Es geht um Strukturen, Rollenbilder und die notwendige Sichtbarkeit.
„Frauen im Sport müssen vieles mitdenken: Ausbildung, Karriere danach, Familienplanung – und dabei trotzdem Leistung bringen wie alle anderen auch“, sagte Körtzinger. „Männer müssen sich über manche Dinge einfach keine Gedanken machen – wir aber müssen planen: Was ist, wenn ich Mutter werden will? Wie wirkt sich das auf Verträge aus?“
Auch Petersen sprach das Thema Sponsoring offen an: „Verträge sind oft an Leistung und hochklassige Wettkampfteilnahmen geknüpft – aber was passiert, wenn ich wegen Schwangerschaft eine Saison aussetze? Da braucht es mehr Sicherheit für Athletinnen.“
Schröder betonte die Wichtigkeit von gegenseitigem Support: „Es braucht mehr Frauen in Entscheidungspositionen – auch im Sponsoring. Damit mehr Frauen von Frauen gefördert werden. Es darf kein Gegeneinander sein, sondern ein Miteinander.“
Ein starkes Zeichen zeigte sich für Petersen bei den vergangenen Paralympics: „Letztes Jahr standen bei meinem paralympischen Wettkampf in Paris 57.000 Menschen im Stadion – das zeigt: Auch unser Sport wird gesehen. Aber Sichtbarkeit kommt nicht von allein – wir müssen laut bleiben.“
Auch auf dem Centre Court stand der Tag ganz im Zeichen des Ladies Day: Bei allen vier Matches des Tages wurden die Coin Tosses von starken weiblichen Persönlichkeiten durchgeführt – darunter drei Hamburg Active City Botschafterinnen sowie eine lokale Influencerin.