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Cobolli und Rublev bestreiten das Finale der Bitpanda Hamburg Open
ImFlavio Cobolli und Andrey Rublev stehen im Finale der Bitpanda Hamburg Open 2025. Cobolli setzte sich am Freitag nach intensiven 2:48 Stunden mit 2:6, 7:5 und 6:4 gegen...
23 Mai 2025
ImFlavio Cobolli und Andrey Rublev stehen im Finale der Bitpanda Hamburg Open 2025. Cobolli setzte sich am Freitag nach intensiven 2:48 Stunden mit 2:6, 7:5 und 6:4 gegen den Sandplatzspezialisten Tomás Martín Etcheverry durch. Rublev schlug am Abend Félix Auger Aliassime.
Im ersten Einzel-Match des Tages entwickelte sich vom ersten Ballwechsel an ein intensives Match zweier Spieler, die sich sichtlich auf dem langsamen Belag wohlfühlten. Die aktuelle Nummer 55 im Herren-Ranking dominierte zunächst die langen Rallyes und schickte Cobolli in die Ecken. Der Italiener konnte sein gefürchtetes Returnspiel zunächst zu selten zur Geltung bringen.
Der Weltranglisten-35. aber biss sich förmlich in dieses dramatische Spiel zurück und zog damit auch das Publikum, das trotz der kühlen Temperaturen lautstark mitfieberte, mit seiner kämpferischen Art auf seine Seite. Cobolli ballte nun nach gewonnenen Punkten immer wieder die Faust, kämpfte sich auch mental mithilfe des lautstarken Anhangs und seiner engagierten Box zurück ins Spiel und schaffte das wichtige Break zum 6:5. Wenig später hieß es 7:5 für den Italiener – Satzausgleich.
Im entscheidenden Satz wog das Match hin und her. Cobolli hatte am Ende die besseren Nerven und machte weniger Fehler als sein Kontrahent. Mit spektakulären Returns verdiente er sich immer wieder Szenenapplaus. Zwei frühe Breakbälle, die einen 1:2-Rückstand bedeutet hätten, wehrte der Italiener ab und agierte danach äußerst stabil. Das Break zum 5:4 bedeutete schließlich die Vorentscheidung. Kurz danach war Schluss.
„Es war ein großer Kampf, bei dem wir beide viel Energie gelassen haben“, sagte Cobolli hinterher und gestand: „Am Anfang war ich nervös.“ Eine Nervosität, die er beeindruckend schnell ablegen konnte.
Nervosität konnte man Rublev freilich nicht vorwerfen. Der an drei Gesetzte dominierte sein Match gegen Auger-Aliassime von Beginn an mit druckvollen Grundschlägen und setzte den Kanadier unter Dauerdruck. Ohne größere Probleme sicherte sich Rublev schnell die Führung und gewann den ersten Satz mit 6:1. Wer glaubte, dass der Kanadier sich aufgeben würde, wurde getäuscht: Der 24-Jährige brachte im zweiten Satz seine Aufschlagspiele zunächst souverän durch, zwang Rublev zu mehr Fehlern.
Ausgerechnet zur Unzeit aber setzte Auger-Aliassime einen Rückhand-Return ohne Not haarscharf neben die Linie, gleichbedeutend mit dem vorentscheidenden Break zum 5:4 aus Rublevs Sicht. Der 27-Jährige nutzte nach 1:25 Stunden seinen zweiten Matchball zu seinem dritten Finaleinzug am Rothenbaum nach 2019 und 2020, als er gegen Stefanos Tsitsipas den Titel in Hamburg gewinnen konnte.
“Er ist ein super Typ, immer lustig, zumindest abseits des Platzes”, sagte Rublev über seinen Finalgegner. “Ich mag seinen Spielstil, das wird ein toughes Finale. Hoffentlich mit dem besseren Ausgang für mich.” Beide treffen das erste Mal auf der ATP-Tour aufeinander. Die Zuschauer am Rothenbaum dürfen sich auf einen intensiven Schlagabtausch einstellen.
Eröffnet wird der Final-Samstag auf dem Centre Court ab 12 Uhr mit dem Doppel-Finale zwischen dem an drei gesetzten italienischen Duo Simone Bolelli/Andrea Vavassori und Andres Molteni (ARG)/Fernando Romboli (BRA).